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Attentäter aus Straßburg saß vorher in Baden-Württemberg im Gefängnis

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Written by BSF

Die ganze Welt ist erschüttert vom Terroranschlag am gestrigen Abend auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt. Zwischen 19:50 und 21:00 hat ein Attentäter dort in Weihnachtsmarktnähe mindestens drei Menschen erschossen und mindestens 12 weitere schwer verletzt, so die letzten Zahlen aus dem Innenministerium. Der Bürgermeister von Strasbourg hatte zuvor sogar von 4 Toten gesprochen. Als gesichert dürfen zwei Tote plus ein Hirntoter angesehen werden, weswegen i.d.R. von drei Toten die Rede ist.

Wer ist der Attentäter von Straßburg?

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Attentäter von Straßburg um einen 29-jährigen Straßburger mit nordafrikanischen Wurzeln handelt, der bereits vorher als Gefährder galt. Medien benennen ihn mit Cherif Chekatt, der in Straßburg geboren wurde und auch dort lebte.  Er sollte am gestrigen Vormittag in seiner Wohnung aufgesucht und vernommen werden, war dort aber nicht anzutreffen. In der Wohnung fand man später Granaten und ein Gewehr.

Attentäter vorbestraft, auch in Deutschland

Der vermeintliche Attentäter ist mehrfach vorbestraft, wurde u.a. in Deutschland und Frankreich vor Gerichten verurteilt. In Deutschland hat er am Gericht in Singen/Baden-Württemberg eine Haftstrafe wegen schweren Diebstahls erhalten. Erst im Vorjahr (2017) sei er – nach Verbüßen seiner deutschen Haftstrafe – nach Frankreich abgeschoben worden. Das Urteil und die Haftstrafe scheinen den jungen Mann aber nicht nachhaltig beeindruckt zu haben. Zuletzt habe er – nach einer Zeit im Konstanzer Gefängnis – auch in der JVA Freiburg seine Haft abgesessen.

JVA Freiburg Eingang Gefängnis

Auch im Freiburger Gefängnis (JVA) hat der vermeintliche Attentäter eine deutsche Haftstrafe abgesessen – bevor er in 2017 abgeschoben wurde.

Bundespolizei kontrolliert Grenzübergänge

Die Bundespolizei kontrolliert die Grenzübergänge zwischen Frankreich und Deutschland, besonders wachsam ist man in Kehl, – der grenzüberschreitende öffentliche Personennahverkehr wurde zeitweise eingestellt. Auf Wartezeiten von 90 Minuten sollte man sich beim Grenzübertritt einstellen.

Die französische Regierung schließt Flucht nach Deutschland nicht aus

Die französische Regierung schließt eine Flucht des Attentäters von Straßburg nach Deutschland nicht aus. Der Attentäter sei zunächst mit einem gekaperten Taxi geflohen. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war in der Nähe der Europabrücke, was in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland ist. Die Brücke verbindet Frankreich mit Deutschland.

Zwei Schusswechsel mit Sicherheitskräften

Es habe zwischen 20 Uhr und 21 Uhr zweimal Schusswechsel mit dem Attentäter gegeben, Sicherheitskräfte hätten den Attentäter auch verletzt, aber nicht getötet.

Allahu Akbar – Rufe

Der Attentäter soll bei Eröffnung des Feuers ‚Allahu Akbar‘ (Gott ist groß) gerufen haben, – der Attentäter habe neben einer Schusswaffe auch ein Messer eingesetzt. Vier einschreitende Soldaten konnten ihn nur verletzten, nicht aber festsetzen.

Tourist aus Thailand unter den Todesopfern

Ein Tourist aus Thailand sei unter den Todesopfern. Der 45-jährige Thailänder war erst wenige Stunden zuvor mit seiner Frau in Straßburg eingetroffen und wollte Urlaub machen. Seine Frau blieb unverletzt.

5 Festnahmen am Mittwoch Morgen

Am Mittwoch morgen sollen in Zusammenhang mit der Fahndung 5 Festnahmen erfolgt sein, – der Attentäter sei aber nicht darunter.

Gefährderakte Fiche S

Zum vermeintlichen Attentäter verfügt die Polizei bereits über eine Gefährderakte, er sollte am Morgen wegen Körperverletzung/versuchten Mordes festgenommen werden, hat aber auf Klingeln die Tür nicht geöffnet.

Schulen und Weihnachtmarkt haben Mittwoch geschlossen

In Straßburg bleibt der Weihnachtsmarkt am Mittwoch geschlossen. Geschlossen bleiben auch Grundschulen, – weitergehende Schulen bleiben in Betrieb.

Täter zunächst in Neudorf vermutet

Man habe den Täter nach der Flucht zunächst in Neudorf im Südosten Straßburgs vermutet, dort Gebäudeblöcke abgeriegelt und systematisch durchsucht, den Täter aber nicht finden können.

Höchste Terrorwarnstufe in Frankreich

Die Terrorwarnstufe in Frankreich wurde auf die höchste Stufe ‚urgence attentat‘ angehoben, – bislang galt nur die zweithöchste Stufe.

Weswegen wurde Cherif Chekatt vom Amtsgericht Singen verurteilt?

Der vermeintliche Attentäter von Straßburg wurde vom Amtsgericht Singen im Jahr 2016 zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil er in eine Zahnarztpraxis in Mainz und eine Apotheke in Singen eingebrochen sei. Er wurde überdies bereits früher in Frankreich und der Schweiz zu Strafen verurteilt. Der Gefängnisaufenthalt nach dem Singener Urteil war nicht sein erster. Bereits vorher hatte der junge Mann vier Jahre in Gefängnissen zugebracht.

Welche Ausbildung hat der Attentäter?

Aus dem Umfeld des Attentäters verlautete, dass dieser keine Ausbildung habe, lediglich einen dem Hauptschulabschluss ähnlichen Schulabschluss. Aufgewachsen sei er mit sechs Geschwistern und seinen Eltern in Straßburg.

Auch der Brunder wird gesucht

Die Polizei fahndet aktuell auch nach dem 34-jährigen Bruder des Attentäters, die Polizei in Deutschland ist in die Suche integriert.

Freiburg intensiviert Sicherheitsmaßnahmen auf dem Weihnachtsmarkt

Auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht, die Anzahl der Polizisten wurde erhöht, auch Maschinenpistolen sollen zum Einsatz kommen.

Aktueller Stand der Straßburger Ermittlungen auf Twitter

Französische Behörden halten die Bevölkerung u.a. über Twitter auf dem Laufenden.

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