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In New York soll jeder Fünfte Antikörper gegen Coronavirus im Blut haben – warum das fragwürdig ist

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Written by BSF

In der Coronakrise werden immer wieder Studien zitiert, aus China, Schweden oder auch den USA. Doch oft lohnt sich ein Blick in die Studie, um mögliche Schwachstellen aufzudecken. Zwei Studien aus Schweden mussten schon wegen Rechenfehlern und Studienkonstruktionsfehlern zurückgezogen werden. Bei einer schwedischen Studie hätten schon mehr Schweden das Virus gehabt als es überhaupt Schweden gibt…

1,7 Millionen Millionen New Yorker sollen Coronavirus gehabt haben

Nach einer Studie an 3000 Supermarktkunden in New York sollen alleine schon 1,7 Millionen New Yorker das Virus in sich gehabt haben. Bei 21% der getesteten Personen in New York City sollen – hochgerechnet – Antikörper nachgewiesen worden sein. Selbst im Bundestaat New York sollen es noch ca. 14% gewesen sein.

Nimmt man die Studienergebnisse für bare Münze, müssten sich rund 10x soviele New Yorker mit dem Virus infiziert haben, als positiv getestet wurden. In New York also rund 1,7 Millionen Menschen.

Schwachstelle der Studie

Guckt man sich die Studie genauer an, so stellt man z.B. fest, dass nur Leute getestet wurden, die ihr Haus verlassen haben und nicht solche, die zuhause bleiben und sich z.B. Lebensmittel bringen lassen. Die Auswahl der Testpersonen ist also nicht repräsentativ, sondern hat vor allen Dingen die getroffen, die häufig in den Supermarkt gehen.

Todeszahlen in New York gehen langsam zurück

In New York gehen die täglichen Todeszahlen mit Covid-19-Verstorbener langsam zurück, aber es sterben aktuell immer noch täglich über 400 Menschen mit der Diagnose Covid-19. Vor 6 Tagen waren es aber noch jeweils über 500 am Tag. Jeden Tag werden allerdings noch ca. 1.300 Positivtestungen neu registriert.


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