Deutschland

Spahn gibt Astra Zeneca Impfstoff wieder frei – ab morgen kann wieder geimpft werden

Jens Spahn CDU
Written by BSF

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt die Impfungen mit dem umstrittenen Impfstoff von Astra Zeneca wieder frei. Ab 19.3.2021 könne damit in Deutschland wieder geimpft werden. Jens Spahn hat sich vor der Entscheidung mit den Bundesländer-Verantwortlichen und der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beraten. Die EMA hatte den Impfstoff nach wie vor als sicher eingestuft. Die aufgetretenen Fälle von Thrombosen bei Geimpften seien sogar seltener als in der Gesamtbevölkerung. Daher könne man kein besonderes Risiko bei dem Impfstoff erkennen. Zwar ist eine spezielle Art von Thrombosen häufiger aufgetreten: die Sinusvenenthrombose, die im Hirn auftreten kann, ist zwar unter den Geimpften häufiger, aber insgesamt immer noch selten, da sie auf 100.000 Geimpfte weniger als 1x auftritt.

Im Beipackzettel wird nun vor neuen Nebenwirkungen gewarnt

Im Beipackzettel des Impfstoffs, den wohl auch bisher kaum ein Patient gesehen haben dürfte, soll nun vor der seltenen möglichen Nebenwirkung von Blutgerinseln (Thrombosen) in Hirnvenen gewarnt werden. Bisher seien in Deutschland 13 solche Nebenwirkungen bei dem Impfstoff von Astra Zeneca registriert worden. Drei dieser Patienten seien auch gestorben. Von den 13 Personen waren 12 Frauen und nur ein betroffener Mann. Die Thrombosen seien in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung bei Personen im Alter von 20 bis 63 aufgetreten. Allerdings beziehen sich die 13 aufgetretenen Fälle auf über 1,6 Millionen Impfungen.

Montag wurde erst einmal gestoppt

Am Montag dieser Woche hatte man die Impfungen mit Astra Zeneca zunächst ausgesetzt, nachdem 7 Fälle solcher Hirn-Thrombosen in Deutschland bekannt wurden. Ob die Impfung tatsächlich ursächlich für die Hirnblutungen bei den Patienten waren, sei nicht mit Sicherheit belegt.

WHO spricht sich für Fortsetzungen der Impfungen mit Astrazeneca aus

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hält am Impfstoff von AstraZeneca fest und sieht mehr Chancen als Risiken. Thrombosen seien einer auch ohne Impfung immer wieder auftretende gesundheitliche Beeinträchtigung, – es sei bislang nicht bewiesen, dass die Impfung die Thrombosen bei den Patienten tatsächlich ausgelöst habe.

About the author

BSF

Leave a Comment