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Die Bergstation am Schauinsland in Freiburg – Bewertung

Bergstation Schauinsland
Written by BSF

Ein Ausflugsziel für viele Freiburger und auch Touristen, welches sich wirklich lohnt: Die Bergstation am Schauinsland mit dem gleichnamigen Restaurant. Die Seilbahn wurde schon in den 1930er-Jahren eröffnet und war damals schon viel beachtet. Heute ist dort – nach dem Umbau in 2013 – eine sehenswerte Gastronomie untergebracht, die wir für Sie getestet haben.

Im Sommer kann man auch schön draußen sitzen, im Winter ist es drinnen natürlich deutlich wärmer, ein Kaminfeuer (hinter einer Glaswand) sorgt nicht nur für eine schöne Optik, sondern auch wohlige Wärme. Am besten sitzt man natürlich ganz vorne im Restaurant, wo eine große Fensterfront den Blick nach draußen ermöglicht – auf die Seilbahn und ins Tal…

Übersichtliche Speisekarte mit toller Auswahl

Die Speisekarte ist übersichtlich, aber völlig ausreichend und beinhaltet neben klassischen Elementen auch interessante Kreationen. So findet sich neben dem Wurstsalat mit Brägele zum Testzeitpunkt auch ein Gericht mit Kürbis-Knödeln an Pilzen mit Spinat. Eine Kuchentheke im großen Raum mit köstlicher Auswahl erweitert das Angebot. Das Preisniveau ist leicht erhöht, aber dafür sind die Speisen auch exzellent zubereitet und werden nicht nur einfach auf den Teller geklatscht, wie man es an einer Touristendestination erwarten könnte. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt also.

Service schnell und freundlich

Das Servicepersonal war am Testtag zuvorkommend, schnell und freundlich. Kurz nach dem Setzen kam bereits jemand zum Aufnehmen der Getränkebestellung und die bestellten Getränke kamen zügig nach Bestellung, obwohl das Lokal voll war. Schneller wäre kaum möglich gewesen. Gleiches passierte mit dem Essen: Hier muß man keine Ewigkeit auf das Essen warten, sondern es kam zeitnah nach der Bestellung. Freundlich serviert. Während des Essens wurde gefragt, ob alles in Ordnung ist. Nach dem ersten Gang hat der Kellner selbstständig das ‚Anrollen‘ des Hauptgangs aus der Küche arrangiert. So wie es sein soll. Selbst beim Bezahlwunsch wurde zeitnah reagiert und man konnte schnell bezahlen. Auch der Wunsch nach Kartenzahlung hat nicht ‚Moment ich hol mal kurz das Gerät‘ ausgelöst, sondern ein Griff in die Schürzentasche förderte ein kleines Gerät hervor, mit welchem die Kartenzahlung schnell und unbürokratisch erledigt werden konnte. Service, wie er sein soll.

Wermutstropfen

Einziger Wermutstropfen war die mangelnde Sauberkeit der Speisekarte, wo wohl ein Vorgänger unübersehbare Flecken produziert hatte. Auf den Nebensatz an die Bedienung, dass man die bei Gelegenheit austauschen könne, kam nur ein ‚Wir tauschen die Speisekarte sowieso schon jede Woche aus‘. Kann man so machen, muss man aber nicht. Aber wir sind hier auch im Restaurant einer Bergstation und nicht bei Paul Bocuse im Mehrsterne-Restaurant. Hier darf also die Speisekarte auch einen Flecken aufweisen.

Die Speisekarte bietet eine schöne Auswahl toller Gerichte, die nicht nach Langeweile klingen. Man findet sowohl badische Klassiker wie auch das Besondere. Wenn die Karte etwas weniger verschmuddelt gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen, aber darüber kann man gut hinwegsehen. Greta würde die Karte auch erst nach einer Woche austauschen…

Essen auf den Punkt

Die obligatorische Rinderkraftbrühe mit Flädle, von einigen auch als Flädlesuppe bezeichnet, war exzellent, da gibt es kaum was zu verbessern. In großem weißen Teller sah sie auch noch schön aus und war nicht zu klein. War sehr lecker, – auch ohne Petersilienkrümel auf dem Tellerrand.

Der Wurstsalat mit Brägele war ebenfalls exzellent. Weder die Brägele zu fettig oder zu verkokelt, sondern genau richtig, noch war der Wurstsalat zu essiglastig. Alles genau richtig. Die Portion war schon fast zu groß, auf jeden Fall nicht zu klein, – hat allerdings auch 13 Euro gekostet. War sie aber auch wert.

Überzeugt haben auch die Kürbisknödel an Pilzen: Hervorragend in Geschmack, Konsistenz und Komposition. Selbst die Temperatur stimmte. Hier gibt es wirklich nichts zu verbessern: Kompliment an die Küche!

Am Nachbartisch haben wir noch Käse-Fondue gesehen, welches wir auf der Karte gar nicht gefunden haben, sah aber sehr lecker aus.

Wurstsalat mit Brägele am Schauinsland (Bergstation)
Brägele mit Wurstsalat. In der Bergstation am Schauinsland ein Traum!

Auch die Kürbisknödel: Köstlich. Nicht zuviel und nicht zu wenig. Und sehr lecker!
Flädlesuppe Schauinsland
Die Flädlesuppe war exzellent in der Bergstation – auch ohne Petersilie auf dem Tellerrand

Atmosphäre: sehr schön, urig, warm und gemütlich

Die Atmosphäre in der Bergstation ist sehr urig, warm und gemütlich, was durch den Einsatz des Naturbaustoffes Holz in allen Variationen erreicht wird. Der Ausblick durch die Fenster gibt ein besonderes Gefühl. Im kleinen Vorraum zum Tal hin, der fast wie ein Wintergarten wirkt, sorgt ein offener Kamin für zusätzliche Wärme und Atmosphäre. Sehr schön gemacht. Die Freiburger Verkehrsbetriebe VAG, denen die Bergstation gehört, haben hier einen guten Job gemacht. Die Pächter, die das Restaurant betreiben machen ebenfalls einen guten Job!

Außenbereich der Bergstation am Schauinsland

Im Außenbereich warten einige großzügige Liegen, spezielle Schaukelvorrichtungen und natürlich auch Tische und Bänke auf die Besucher. Im Sommer regelmäßig gut besucht und optimal zur Entspannung – bei tollem Ausblick.

Gemütliche Liegestühle laden zum Genießen des Ausblicks ein
Wer an der Bergstation am Schauinsland schaukeln will, dem kann auch geholfen werden.
Der Ausblick von der Bergstation ins Tal ist natürlich phantastisch. Bei blauem Himmel natürlich noch schöner, aber auch bei Wolken: beeindruckend
Es laden genug Tische auch außen zum Sitzen ein

Wie kommt man zur Bergstation?

Am besten natürlich mit der Seilbahn, die von der Schauinsland Talstation aus abgeht. Kein ganz billiges Vergnügen, mit einem zweistelligen Betrag muss gerechnet werden. Das zahlt man aber gerne, weil die Fahrt ja einmalig ist und das hohe Sicherheitsniveau durch regelmäßige Kontrollen der VAG natürlich auch bezahlt werden muss. Der Ausblick während der Fahrt ist sehr schön, manchmal sieht man Rehe unter sich grasen…

Natürlich kann man auch mit dem Auto bis kurz vor die Bergstation fahren oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Ein Bus fährt bis fast vor die Tür, was gerne genutzt wird, wenn z.B. die Seilbahn wegen Sturm ausfällt.

Bus Schauinsland
Bus Schauinsland Bergstation zur Talstation

Keine Hetze

Und das Schönste: Hier hetzt man nicht. Es ist herrlich entspannt und es liegt eine Ruhe im Restaurant. Auch wenn es ein touristischer Ort ist, strahlt hier die Ruhe und Gelassenheit, die man aus Freiburg kennt, aus. Hier kann man auch in Ruhe seinen Kaffee austrinken, ohne das gehetzt wird, weil man den Tisch neu besetzen könnte.

Untertasse Schauinsland Bergstation
Auf der Untertasse steht es zutreffend: Hier kann man entschleunigen. Das Leben ist schnell genug…

Zum Schluss: Der Käsekuchen

Wir wissen nicht, wer den Käsekuchen gebacken hat, aber er ist köstlich und sollte unbedingt probiert werden. Sieht aus wie hausgemacht und schmeckt auch so. Wie von Oma selbst gebacken. Alleine das wäre eine Reise wert.

Einfach, aber sehr gut: Der Käsekuchen in der Bergstation. Göttlich.

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