Deutschland

Baden-Württemberg: 580 neu festgestellte Infektionen am Donnerstag (16.4.2020)

Coronavirus Baden Württemberg
Written by BSF

Zum Donnerstag (16.4.2020) vermeldet das Sozialministerium für Baden-Württemberg die folgenden Zahlen in Sachen Coronavirus:

  • 26.630 kumulierte Infektionen (+ 580 zum Vortag)
  • 874 Verstorbene mit Covid-19 (+54 zum Vortag)
  • 13.733 geschätzte Genesene (+899 zum Vortag)

Während bei den festgestellten Infektionen fast Geschlechtergleichheit herrscht (52% weiblich), ist der überwiegende Teil derer, die eine Covid-19-Krankheit nicht überstehen, männlich (62%).

Todesfälle mit Covid-19 in Baden-Württemberg

Per 16.3.2020 verzeichnet das Bundesland Baden-Württemberg folgende Todesfallzahlen mit Covid-19:

Alb-Donau-Kreis7
Baden-Baden (Stadtkreis)11
Biberach11
Böblingen32
Bodenseekreis6
Breisgau-Hochschwarzwald27
Calw9
Emmendingen31
Enzkreis7
Esslingen53
Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)45
Freudenstadt16
Göppingen23
Heidelberg (Stadtkreis)6
Heidenheim26
Heilbronn18
Heilbronn (Stadtkreis)9
Hohenlohekreis32
Karlsruhe40
Karlsruhe (Stadtkreis)4
Konstanz5
Lörrach26
Ludwigsburg35
Main-Tauber-Kreis6
Mannheim (Stadtkreis)6
Neckar-Odenwald-Kreis7
Ortenaukreis63
Ostalbkreis14
Pforzheim (Stadtkreis)4
Rastatt9
Ravensburg5
Rems-Murr-Kreis31
Reutlingen16
Rhein-Neckar-Kreis20
Rottweil9
Schwäbisch Hall34
Schwarzwald-Baar-Kreis9
Sigmaringen27
Stuttgart32
Tübingen26
Tuttlingen9
Ulm (Stadtkreis)3
Waldshut21
Zollernalbkreis44
Summe874
Quelle: Sozialministerium BW, 16.4.2020

Durch die Struktur der Datengewinnung sind die Zahlen des Sozialministeriums immer etwas zeitverzögert. D.h. in der Realität sind aktuell die tatsächlichen Zahlen bereits höher.

Ministerpräsident Kretschmann erläutert Lockerungen

Der Ministerpräsident Baden-Württembergs erläuterte heute in einer Pressekonferenz die Lockerungen und Maßnahmen, die lockernd zukünftig für Baden-Württemberg gelten. Diese kann hier angesehen werden:

Lockerungen in der Coronakrise in Baden-Württemberg

Was Baden-Württemberg beschlossen hat:

  • Ab 20.4. können Einzelhandels-Geschäfte mit bis zu 800 qm genehmigter Verkaufsfläche wieder öffnen
  • Autohändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen unabhängig von der Fläche ab 20.4. wieder öffnen
  • Schulen und Kitas: Ab 4.5. werden diejenigen Schüler, die dieses oder nächstes Jahr eine Abschlussprüfung haben, wieder zur Schule gehen können. Dies betrifft ca. 250.000 Schüler von 1,5 Millionen. Weitere Schritte werden noch erarbeitet. Für Grundschüler, z.B. vierte Klasse gibt es noch keine Entscheidung, weil dort Abstandsregelungen nur schwer durchsetzbar sind. Prüfungen werden ab 18.Mai beginnen.
  • Kitas bleiben weiter geschlossen – wegen hohem Infektionsrisiko
  • Die Notbetreuung wird allerdings erweitert, dies ist noch in Diskussion
  • Hochschulen: Ab 20.4. wird digital der Betrieb aufgenommen. Präsenz-Veranstaltungen nur bei dringender Notwendigkeit (z.B. Labore etc.)
  • Religionsgemeinschaften: Versammlungen bleiben weiter untersagt, es werden aber Gespräche geführt, wie man unter Hygieneregeln dies lockern könne
  • Großveranstaltungen bleiben bis 31.8. (mindestens) verboten
  • Zoologische und Botanische Gärten bleiben geschlossen
  • Mindestabstand von mind. 1,5 m muss auch weiterhin eingehalten werden
  • Alltagsmasken, gerne selbstgenäht sollen von der Bevölkerung dort getragen werden, wo Nähe vorkommt, z.B. in Bussen, beim Einkaufen etc.. Dies ist kein MUSS, sondern ein SOLL. Möglicherweise kommt später eine Maskenpflicht. Aktuell ist es nur eine dringende Empfehlung für den öffentlichen Raum.
  • Die Geschäfte, die öffnen, müssen strenge Auflagen in Sachen Hygiene erfüllen. An einer bundeseinheitlichen Lösung soll gearbeitet werden. Bis Samstag will man den Unternehmen Bescheid geben, was sie ab Montag erfüllen müssen.
  • Für Friseure soll es ab 4.Mai wieder losgehen, bis dahin werden Hygienekonzepte veröffentlicht -incl. Schutzmaske für die Friseure und Verhinderung von Warteschlangen


Schüler mit 1,5 m Abstand

Die Schüler sollen auch in den Klassenräumen 1,5 m Abstand haben, was bedeuten kann, eine Klasse auf zwei Klassen und zwei Klassenräume zu verteilen.

25% der Lehrer gehören zur Risikogruppe (z.B. über 60) und werden daher nicht im Präsenzunterricht eingesetzt. Auch Kinder, deren Eltern zu einer Risikogruppe gehören, können auf Antrag zuhause bleiben.

Pausen werden versetzt stattfinden, damit nicht zu viele Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof sein werden. Die Abstandsregeln gelten auch für die Buszuführungen der Schüler, hier werden mehr Busse eingesetzt.

Die Notfallbetreuung wird auch auf Siebtklässler ausgeweitet. Die Betreuung wird ausgeweitet auf weitere Personenkreise, auch Alleinerziehende, wenn diese arbeiten und nicht von zuhause arbeiten können. Aber es können nicht alle betreut werden.

Alle 14 Tage wird neu geprüft

Alle 14 Tage wird geprüft, wie sich die Anzahl der neu festgestellten Infektionen entwickelt. Wenn es gut geht, könne man über weitere Lockerungen nachdenken.

30.000 Friseure benötigen hochwertige Masken

Rund 30.000 Friseure benötigen bundesweit Masken, die man aktuell auch im Gesundheitsbereich benötige.

Großveranstaltung noch nicht definiert

Ab wie vielen Personen eine Veranstaltung eine Großveranstaltung ist, ist noch nicht definiert. Rockkonzerte und Bundesliga-Fußballspiele gehören auf jeden Fall dazu.

Gastronomie/Hotellerie bleibt geschlossen

Gastronomie und Hotellerie bleibt b.a.w. im bisherigen Rahmen geschlossen. Geschäftliche Übernachtungen bleiben weiter möglich.

Graphik: Sozialministerium Baden-Württemberg

About the author

BSF

Leave a Comment