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Auch 10 Jahre nach dem Zusammenbruch der Lehman Brothers und der weltweit größten Finanzkrise um faule Kredite haben deutsche Banken offensichtlich ihre Lektion nicht gelernt: Während man bei Otto-Normalverbraucher bei Überschreiten der Dispolinie von 1000 Euro gerne einmal Lastschriften zurückgehen lässt, ist man bei großen Schuldnern offensichtlich etwas schludriger. Bei der Norddeutschen Landesbank (Nord LB) steht für 2018 ein Riesenminus von ca. 2,4 Milliarden Euro in den Büchern. Der Verlust sei insbesondere durch faule Schiffskredite verursacht worden, was bei der Bank einen Kapitalbedarf von 3,6 Milliarden Euro verursachte. Die Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen (und damit der Steuerzahler) sollen 1,7 Milliarden Euro einschießen und auch aus dem Sparkassen-Bereich sollen 1,1 Milliarden Euro kommen. Geld, was man ansonsten gut auch den Sparern hätte zahlen können. Auch darüber hinaus soll Niedersachsen für mehrere Hundert Millionen Euro Garantien etc. für faule oder problembehaftete Kredite stellen. Gelder, die letztendlich auch wieder vom Steuerzahler aufgebracht werden.

Mehr als 2000 Arbeitsplätze werden abgebaut

Insgesamt wird der Bank eine Schrumpfkur verordnet, die über 2000 Arbeitsplätze kosten wird.

Keine Haftung für Milliardenverluste

Die Manager der Bank sehen keinen Grund für eine persönliche Haftung für die Milliardenverluste. Den Verlust von 2,354 Mrd. Euro nach Steuern führe man auf Altlasten aus der Schiffsfinanzierung zurück. Zukünftig wolle man sich dann aber doch neu ausrichten und einige in der Vergangenheit nicht erfolgreiche Geschäftsbereiche nicht mehr verfolgen. Ausweislich des letzten Vergütungsberichts (2017) mussten sich die 6 Vorstände mit zusammen rund 4 Millionen Euro pro Jahr begnügen.

Von BSF

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