Deutschland

36% weniger Asylbewerber in Baden Württemberg

Written by BSF

Die Zahl der Asylbewerber in Baden-Württemberg geht deutlich zurück. Das ist zumindestens das Ergebnis einer Auswertung (per Ende 2017) des statistischen Landesamts Baden-Württemberg, welches die Anzahl der Asylleistungsbezieher im Ländle zählte. Naturgemäß erfasst die Statistik nicht die nicht erfassten Flüchtlinge, die sich illegal und ohne jede Registrierung im Land aufhalten.

Am Jahresende 2017 waren dies in Baden-Württemberg 57.210 Personen, die Regelleistungen zur Deckung des laufenden Lebensunterhalts nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr (89.856 Personen) ein Rückgang um 36,3%

2/3 Männer – 1/4 Kinder

Über zwei Drittel der Leistungsbezieher waren Männer (67,9%), – etwas mehr als ein Viertel der Unterstützten waren (angabegemäß) unter 18, nämlich 27,2%.

Das Durchschnittsalter der Asylleistungsbezieher lag bei 24,5 Jahren.

Dauer des Leistungsbezugs

  • 44,7% der Leistungsempfänger bezogen die Leistungen weniger als ein Jahr
  • 42,6% bezogen die Leistungen zwischen einem und 3 Jahren
  • 12,8% bezogen die Leistungen länger als 3 Jahre

Der durchschnittliche Leistungsbezieher war für 19,9 Monate Nutznießer staatlicher Leistungen nach den Asylbewerberleistungsgesetz.

Gemeinschaftsunterkunft die Regel

  • 60,5% der Bezieher (34.613 Personen) lebten in Gemeinschaftsunterkünften (Stadt, Landkreise, Kommunen)
  • 31% waren dezentral untergebracht
  • 8,5% lebten in Aufnahmeeinrichtungen des Landes

Alleinstehende Männer sind die Mehrheit

  • 2/3 der Bezieher (67,5%) sind alleinstehende Männer
  • 8.,8% der Bezieher sind alleinstehende Frauen
  • 12% der Bezieher waren Ehepaare mit oder ohne Kinder
  • 11,7% der Bezieher sind Einzelpersonen mit Kinder und sonstige Haushalte

Herkunft der Leistungsbezieher

  • 50,7% der Flüchtlinge kommen aus einem asiatischen Land
  • 31,4% der Flüchtlinge kommen aus einem afrikanischen Land
  • 16% der Flüchtlinge kommen aus einem europäischen Land

Betrachtet man die einzelnen Nationalitäten, so stellen Afghanen die größte Gruppe unter den Leistungsbeziehern dar.  Nur ein verschwindend kleiner Teil kommt aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im Einzelnen kamen:

  • 8.729 Personen (15,3%) aus Afghanistan
  • 7.051 Personen (12,3%) aus dem Irak
  • 6.456 Personen (11,3%) aus Gambia
  • 4.612 Personen (8,1%) aus Nigeria
  • 3.726 Personen (6,5%) aus Syrien
  • 2.919 Personen (5,1%) aus Pakistan
  • 1.943 Personen (3,4%) aus dem Kosovo
  • 1.892 Personen (3,3%) aus dem Iran
  • 1.874 Personen (3,3%) aus der Türkei

Anzumerken ist, dass Asylbewerber, die auf der Reise ihren Ausweis ihren Pass angabegemäß „verloren“ haben, immer wieder  Syrien als Herkunft angeben, obwohl sich dies bei späterer Prüfung der Sprach- und Ortskenntnisse als unzutreffend herausstellt.

 

476 Millionen Euro für Asylbewerber

Der Gesamtaufwand in 2017 für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz lag bei 476,6 Millionen Euro. Da Teilbeträge zurückgefordert wurden und Hilfen teilweise zurückgezahlt wurden, lag der tatsächliche Nettoaufwand bei 458,3 Millionen Euro. Davon fielen an:

  • 230,9 Millionen Euro für Menschen in Gemeinschaftsunterkünften
  • 121,6 Millionen Euro für Menschen in dezentraler Unterbringung der Stadt- und Landkreise/Kommunen
  • 105,8 Millionen Euro für Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen

 

Asylbewerber Baden-Württemberg 2017

 

Asylbewerber-baden-wuerttemberg-2017

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