Freiburg

Erzdiözese Freiburg ermittelt noch im 160 Millionen Euro Loch

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Written by BSF

Das Erzbistum Freiburg hat die Nachforschungsarbeiten in Sachen der nicht abgeführten Sozialbeiträge (und ggf. Steuern) für Beschäftigte im Umfeld des Erzbistums noch nicht gänzlich aufklären können. Eine Bilanz sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschliessend möglich, heißt es aus dem Hause des Erzbistums.

Die angabegemäß erst im Frühjahr (3.Mai 2017)  bei einer Prüfung durch die Rentenversicherung entdeckten Fehler beim Abführen von Sozialbeträgen wurden erst Ende Oktober vom Erzbistum öffentlich eingeräumt, sind aber bis Ende November noch nicht so aufgearbeitet, dass man damit an die Öffentlichkeit gehen wolle. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sei eingeschaltet.

160 Millionen Euro zurückgestellt

Fest steht, dass man mit Nachzahlungen incl. etwaiger Versäumniszuschläge in Höhe von bis zu 160 Millionen Euro rechnet, was deutlich macht, wie groß das Volumen der nicht abgeführten Beträge sein kann. Das Erzbistum hat eine Telefonhotline für betroffene Angestellte eingerichtet, die teilweise mit bis zu 20 Mitarbeitern besetzt gewesen sei, heißt es. Erzbischof Stephan Burger hat den für Finanzen zuständigen Mitarbeiter mit einem anderen Aufgabenbereich betreut.

Staatsanwaltschaft hatte noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der nicht abgeführten Abgaben Ende Oktober teilte die Staatsanwaltschaft Freiburg mit, dass man noch kein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet habe und noch geprüft werde, ob ein Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung vorliege. Die Kirche selber hatte die Staatsanwaltschaft auch erst Ende Oktober über den Vorgang informiert.

Andere Diözesen: keine Fehler

Eine Reihe anderer Diözesen hat mittlerweile nach Prüfung mitgeteilt, dass in deren Verantwortungsbereich alles ordnungsgemäß verlaufen und abgeführt worden sei.

 

Michael Himmelsbach abgelöst

Der Diözesanökonom Michael Himmelsbach (Oberrechtsdirektor) wurde bereits zum 1.6.2017 durch Daniel Beck hinsichtlich der Leitung der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg abgelöst. Himmelsbach leitete seit 2002 die Abteilung Finanzen.

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