Freiburg

Freiburg: linksunten.indymedia verboten – Hausdurchsuchungen und Waffenfunde

KTS Gebäude Basler Strasse Freiburg - Hausdurchsuchung linksunten
Written by BSF

Der Bundesinnenminister Dr.Thomas de Maiziere hat die linksextremistische Internetplattform linksunten.indymedia verboten und aufgelöst – als Grundlage wurde sich auf das Vereinsgesetz bezogen. Das entsprechende Ministerium in Baden-Württemberg wurde gebeten, den Vollzug vorzunehmen. Hausdurchsuchungen fanden in mehreren Objekten in Baden-Württemberg statt, u.a. auch in Freiburg in der Basler Straße 103.

Mit den Maßnahmen solle die Vereinsstruktur zerschlagen  und das Vereinsvermögen beschlagnahmt werden.

Der Weiterbetrieb der Seite wäre – wenn keine erfolgreichen Rechtsmittel dagegen greifen – zunächst erstmal eine Straftat.

Waffen bei den Durchsuchungen sichergestellt

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Waffen wie Schlagstöcke, Messer, Elektroschocker und Zwillen, aber auch als Waffen einsetzbare Rohre gefunden. Sichergestellt wurde neben den Waffen auch IT-Technik wie Laptops etc.

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Einige der sichergestellten Waffen (Foto: LKA BW)

Seite linksunten.indymedea gilt als linksextrem

Die Seite gilt als linksextrem und soll von Freiburgern maßgeblich betrieben worden sein, sie gilt als Forum für gewaltbereite Autonome. Auch im Vorfeld des G20-Gipfels wurde dort zu Aktivitäten in Hamburg aufgerufen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz will drei Freiburger als verantwortliche Macher hinter der Webseite ausgemacht haben. Nach der Bekanntgabe des Verbotes wurde die Seite zunächst von einem Server in der EU auf Rechner in Canada umgezogen. Das Verbot des Innenministers bezieht sich nicht etwa auf die gesamte indymedia-Seite, sondern nur auf den linksunten-Bereich. Am Freitagmorgen wurde die Verfügung den drei vermeintlichen Betreibern der Seite in Freiburg zugestellt.

Keine Festnahmen oder Verhaftungen

Bei den fünf Durchsuchungen gab es weder Festnahmen noch Verhaftungen. Die Polizei hatte vorsorglich die Präsenz in Freiburg erhöht und neuralgische Punkte besonders bewacht. Bis zum Samstagmorgen gab es jedoch keine Auffälligkeiten. Der Polizei ist aber bekannt, dass unter linken Sympathisanten für eine (nicht genehmigte) Demonstration in Freiburg, vermutlich am Augustinerplatz geworben wird, die am späten Samstagnachmittag stattfinden soll.

Zuvor war Altermedia Deutschland verboten worden

Schon im Januar hatte das Innenministerium die der rechten Seite zugeordnete Seite Altermedia Deutschland verboten, – mit der aktuellen Aktion wird das linke Pendant nunmehr auch verboten.

KTS in Bahnhofsnähe Treffpunkt

Das KTS in Freiburg, das auch zu den durchsuchten Objekten gehört und an der Basler Str. 103 liegt, soll häufiger ein Treffpunkt der Betreiber der nunmehr verbotenen Webseite gewesen sein. Auch auf der Webseite der KTS fanden sich in der Vergangenheit Bekenntnisse zu Straftaten oder etwa Aufforderungen, den G20-Gipfel zu versenken.

g20-gipfel-versenken-kts-freiburg

 

Bekenntnis zu Straftaten in Freiburg

Auf der linken Webseite befinden sich auch heute noch Bekenntnisse zu Straftaten in Freiburg, so z.B. zu Zerstörungen im Stadtteil Vauban:

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Quelle: Magazin Koraktor 7/2017 auf der Webseite der KTS Freiburg

Graffiti-Spray-Dosen sichergestellt

Sichergestellt wurden auch eine Reihe von Spraydosen, die vermutlich zum Anfertigen illegaler Graffitis benutzt worden sind. Das Gebäude an der Basler Straße in Freiburg ist selber mit zahlreichen Graffitis versehen.

Graffiti am KTS - Gebäude in Freiburg

Graffiti am KTS – Gebäude in Freiburg

Schlüssel gibt es bei der Polizei

Sollten die Nutzer der Räumlichkeiten an der Basler Straße das Gebäude durch die Tür betreten wollen, müssen Sie sich den Schlüssel für das neue Schloss bei der Stadt oder der Polizei abholen. Einen entsprechenden Hinweis hinterließ man an der Eingangstür.

KTS Freiburg Basler Strasse

Hinweis 1 an der Eingangstür zur Basler Str. 103 in Freiburg (KTS)

Schluessel KTS Freiburg

Freundlicher Hinweis auf neuen Schließzylinder

 



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BSF

3 Comments

  • Die Freiburger vom linksunten-indymedia-Team sollten froh sein, dass es so glimpflich abgelaufen ist… bei altermedia gabs auch Haftbefehle und Verhaftungen der Verantwortlichen, – dies ist bei linksunten/in Freiburg NICHT passiert. In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, aber es gibt keine Freiheit, das Eigentum anderer Leute zu beschädigen oder anderen Steine an den Kopf zu schmeißen oder dazu aufzufordern. Wer dazu auffordert oder Aufforderungen dazu auf seiner Seite duldet und wissentlich Freude über vollbrachte Beschädigungen/Straftaten veröffentlicht, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann der Arm des Gesetzes auch einmal zulangt. Die Stadt Freiburg hat ja in den letzten Jahren das KTS-Gebäude von der Bahn gemietet, um des den KTS-Jüngern zur Verfügung zu stellen. Wohlwissend, dass dort Subkultur oder Fragwürdiges vonstatten geht, aber auch dafür gibt es in Deutschland ein Recht… aber man sollte die Hand, die einen füttert, halt nicht beißen. Wer da zu oft reinbeißt, sollte sich nicht wundern, wenn der Fütterer die Hand wegzieht.
    Wer ein Leben in Demokratie und Kapitalismus nicht so schön findet, hat das Recht dazu. Genauso wie er das Recht hat, in sozialistische oder kommunistische Staaten auszuwandern. In den meisten sozialistischen oder kommunistischen Staaten sind diese Freiheitsrechte übrigens weniger stark ausgeprägt. Gegen demonstrierende Assis hat niemand was, aber mein Auto müssen die nicht anzünden…

  • Die ersten G20-Täter (von Demonstranten kann man da wohl kaum noch sprechen) werden ja jetzt verurteilt und das ist auch gut so. Sollte man welche aus Freiburg verurteilen, die den linksunten-Aufrufen gefolgt sind, würde mich das auch nicht wundern….

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