Deutschland

Deutscher Staat verkauft Goldmünzen unter Goldpreis

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Written by BSF

Die Bundesrepublik Deutschland macht aktuell den Bürgern ein Angebot, welches bemerkenswert ist: Sie verkauft Goldmünzen unter dem Wert des darin enthaltenen Goldes.

Um welche Goldmünze geht es?

Verkauft wird eine Halbunzen-Goldmünze, die aus 15,55 Gramm Feingold (999,9/1000) besteht und das Motiv Paulskirche/Einigkeit aufweist. Die Münze hat einen aufgeprägten Nennwert und kann zu 807,29 Euro beim Staat direkt erworben werden. Plus eine kleine Versandkostenpauschale.

Pferdefuß: Das Angebot gilt nur noch heute (18.5.2020)

Aktueller Goldpreis ist schon höher

Schaut man auf Seiten wie Finanzen.net, metalsdaily.com oder kitco.com, stellt man fest, dass am 18.5. vormittags der Goldpreis pro Unze Feingold (31,1 Gramm) schon bei 1630 Euro liegt, was für eine halbe Unze wie bei der angebotenen Münze also 815 Euro bedeuten würde.

Üblicherweise wird Gold mit einem Aufschlag auf den reinen Goldwert gehandelt, weil ja auch die Formkosten, Transport und Marketing etwas kosten. Das Angebot des Staates ist aber aktuell so ausgestattet, dass man selbst mit Versandkosten weniger als den reinen Goldwert bezahlt.

Goldpreis kann schwanken

Wer sich mit dem Gedanken des Goldkaufs beschäftigt, sollte natürlich wissen, dass Goldpreise schwanken und der Goldpreis zukünftig auch fallen könnte. Oder auch steigen. Wie sich die Goldpreise zukünftig genau entwickeln, kann niemand exakt vorhersagen. Möglich wäre, dass sie aufgrund der weltweiten Krisenlagen zukünftig weiter steigen. Möglich wäre aber auch das Gegenteil.

Wo kann man die Goldmünze zum Erstausgabepreis bestellen?

Die Goldmünze gibt der Staat über folgende Webseite ab:

www.muenze-deutschland.de

Letztmöglicher Bestelltag: 18.5.2020

Was passiert, wenn mehr Bestellungen eingehen, als es Münzen gibt?

Für den Fall, dass mehr Bestellungen eingehen, als es überhaupt Münzen gibt, behält der Staat sich vor, „zuzuteilen“. Das bedeutet, dass u.U. nicht jeder die Menge bekommt, die er bestellt hat. In der Vergangenheit hat dies bei ähnlichen Aktionen dazu geführt, dass jeder Besteller mindestens eine Münze erhalten hat.

Warum macht der Staat das?

Der Staat hat das Gold bereits zu einem früheren Zeitpunkt, als der Goldpreis noch niedriger war, eingekauft und darauf basierend der Verkaufspreis kalkuliert. Weil der Goldpreis zwischenzeitlich deutlich gestiegen ist, führt dies zur Situation, dass der damals festgelegte Verkaufspreis mittlerweile bereits unter dem aktuellen Goldwert liegt.

(c) BVA

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