Freiburg-Umland

Landkreis Waldshut: Kinderporno-Verfahren mit zahlreichen Beschuldigten

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Written by BSF

Im Landkreis Waldshut hat die Polizei mit einem Verfahren gegen einen damals 14-Jährigen im Jahr 2018 wohl in ein Wespennest gestochen. Aus einem anfänglich nur wegen Betrugs geführten Verfahren entwickelten sich zahlreiche weitere Verfahren u.a. wegen:

  • sexuellem Missbrauch
  • Geldwäsche
  • Betrug
  • Kinderpornographie

Verkauf von sonstigen Waren und Kinderpornos

Der Jugendliche war damals beschuldigt worden, im Internet Waren und Dienstleistungen verkauft zu haben, die er nicht lieferte, bzw. nicht erbrachte. Im Oktober 2018 wurden dann bei einer Durchsuchung zahlreiche Beweismittel gefunden, die nicht nur den Verdacht erhärteten, sondern auch weitere Straftaten aufdeckten, u.a. auch den Verkauf von kinderpornographischem Material durch den damals 14-Jährigen.

Sexueller Missbrauch an 13-Jähriger

Durch die Ermittlungen konnte u.a. der Missbrauch an einer 13-Jährigen gestoppt werden. Der Junge wirkte u.a. auf zwei minderjährige Mädchen ein, ihm selbst hergestellte Kinderpornos zu liefern.

Mindestens 31 Männer kauften Kinderpornos

Im Rahmen der Ermittlungen fanden die Fahnder auch heraus, dass mindestens 31 Männer das kinderpornographische Material gekauft haben, 30 davon kamen aus Deutschland, eine aus Österreich. Mit Cyberwährungen wurde bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen leitete gegen alle Beteiligten Strafverfahren ein, die teilweise an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden abgegeben wurden. Das BKA informierte die österreichischen Behörden.

Pornographie wurde auch an unter 18-jährige Personen weiter veräußert. Teilweise haben die Käufer die Kinderpornos über ihre Handys weiter verbreitet, was durch Beschlagnahmung der Handys bewiesen werden konnte.

Strafen gegen die Jugendlichen

Gegen die im Landkreis Waldshut ansässigen Jugendlichen wurden die Strafverfahren zum Teil bereits abgeschlossen. Der Haupttatverdächtige, der nach Jugendstrafrecht schuldig gesprochen wurde, muss eine Geldauflage zahlen und darüber hinaus Schmerzensgeld. Die Erträge und sein Handy wurden eingezogen. Neun andere Jugendliche erhielten erzieherische Maßnahmen.

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