1 thought on “Erzbistum Freiburg: Priester aus Lahr in U-Haft

  1. Dass Menschen und dazu gehören ja Priester schon mal Fehler machen, ist menschlich. Sollte der Herr das ihm Vorgeworfene wirklich gemacht haben, bereut er es vermutlich mittlerweile selbst am meisten. Gläubige könnten für ihn beten, dass er dennoch in den Himmel kommt.

    Mir stellen sich aber ganz andere Fragen:
    1.) Warum dauert es zwei Jahre, bis man an die Öffentlichkeit und an die Staatsanwaltschaft geht? Das nährt doch den Verdacht, dass hier etwas unter den Teppich gekehrt werden sollte …oder, dass die Revision der kath. Kirche absolut lückenhaft und laienhaft ist.

    2.) Ich finde es erstaunlich, dass die Staatsanwaltschaft bei so einem verhältnismäßig kleinen „Pupser“ mit vorgeworfener sechsstelliger Unterschlagungs- oder Veruntreuungssumme direkt zum Mittel der Untersuchungshaft und der Durchsuchung greift, aber beim 160-Millionen-Fail der Erzdiözese es nicht für nötig hält, Durchsuchungen oder Untersuchungshaft zu verhängen. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass man bei Millionenbeträgen annimmt „Da hat sich wohl einer vertan…und hat nie im Leben absichtlich zugunsten der Kirche gepfuscht“ statt zu untersuchen, ob da jemand vielleicht bewußt zugunsten der Kirche gespart hat… Es ist doch für den Außenstehenden völlig unglaubwürdig, dass in so einer Riesenorganisation weder eine vernünftige Kontrollinstanz für die kleinen Organisationseinheiten vorhanden war noch zentral eine Anordnung zur richtigen Versteuerung erging. So ein Laientheater würde es selbst in einer 10-Mann-Klitsche nicht geben, – wie soll man sich das dann bei der katholischen Kirche mit 500-600 Millionen Bilanzsumme vorstellen? Das fällt mir auch bei Zerbröselung auf viele Organisationseinheiten schwer zu glauben.
    FAZIT: Den Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen.

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