Damit der Thailand-Urlaub auch schön wird…
Thailand gehört seit Jahren zu den beliebtesten Fernreisezielen der Deutschen – und das aus gutem Grund. Traumstrände, freundliche Menschen, exzellentes Essen und bezahlbare Preise machen das Land zu einem echten Traumziel. Damit dein Urlaub reibungslos verläuft, haben wir zehn praktische Tipps zusammengestellt – inklusive der Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden: Wo tauscht man am besten Geld um, was sollte man auf keinen Fall tun, und kauft man Sonnencreme besser schon zu Hause oder erst vor Ort?
1. Die beste Reisezeit wählen
Thailand hat drei Jahreszeiten: kühl und trocken (November bis Februar), heiß (März bis Mai) und regnerisch (Juni bis Oktober). Für die meisten Reisenden ist die kühle Trockenzeit ideal, auch wenn dann die Preise und die Touristenzahlen am höchsten sind. Wer Regenschauer nicht scheut, findet in der Nebensaison deutlich günstigere Angebote.
2. Visabestimmungen frühzeitig prüfen
Die Einreisebestimmungen ändern sich immer wieder. Prüfe rechtzeitig vor der Reise auf der Seite des Auswärtigen Amts oder der thailändischen Botschaft, wie lange du visumfrei bleiben darfst und ob du bestimmte Dokumente wie einen Rückflugnachweis benötigst.
3. Thailändische Währung richtig umtauschen
Der thailändische Baht lässt sich am günstigsten direkt in Thailand tauschen – die Kurse in deutschen Wechselstuben oder am Flughafen zu Hause sind meist deutlich schlechter. Vor Ort bieten unabhängige Wechselstuben wie SuperRich (grün oder orange) in Bangkok besonders faire Kurse, oft besser als reguläre Banken. Am Flughafen in Thailand direkt zu tauschen ist zwar bequem, aber meist teurer – am besten nur einen kleinen Betrag für die ersten Stunden umtauschen und den Rest in der Stadt erledigen. Auch das Abheben am Geldautomaten mit einer Kreditkarte ohne Auslandsgebühren ist oft günstiger als Bargeldtausch, wobei thailändische Banken in der Regel eine feste Gebühr pro Abhebung berechnen.
4. Reise- und Auslandskrankenversicherung abschließen
Medizinische Behandlungen in Thailand sind zwar oft günstiger als in Deutschland, können aber bei ernsteren Fällen oder einem nötigen Rücktransport schnell teuer werden. Eine Auslandskrankenversicherung ist daher ein Muss, keine Option.
5. Kleidung und Verhalten an Tempeln respektieren
Beim Besuch von Tempeln sind Schultern und Knie zu bedecken, Schuhe werden vor dem Betreten ausgezogen. Der Buddha gilt als heilig – sich für ein Foto in eine ähnliche Pose zu stellen oder ihn respektlos zu berühren, kommt in Thailand sehr schlecht an.
6. Was man in Thailand tunlichst vermeiden sollte
Ein paar Dinge solltest du unbedingt beachten, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten:
- Die Monarchie kritisieren oder respektlos über sie sprechen – das gilt in Thailand als Straftat (Majestätsbeleidigung) und wird ernst verfolgt, auch bei Ausländern.
- Den Kopf einer anderen Person berühren – er gilt als der heiligste Körperteil und eine Berührung, selbst gut gemeint, wird als unhöflich empfunden.
- Mit den Füßen auf Menschen oder Gegenstände zeigen – die Füße gelten als der „niedrigste“ Körperteil, das Zeigen darauf oder darauf treten gilt als respektlos.
- Laut werden oder öffentlich die Fassung verlieren – Gesichtsverlust ist in der thailändischen Kultur ein großes Thema; wer sich lautstark aufregt, schadet sich selbst mehr als der Situation.
- Drogen probieren, auch vermeintlich „harmlose“ – die Gesetze sind streng, und Unwissenheit schützt nicht vor hohen Strafen.
7. Sonnencreme: In Deutschland kaufen oder erst vor Ort?
Hochwertige Sonnencreme kaufst du am besten schon in Deutschland. In Thailand sind viele lokal erhältliche Produkte auf Hautaufhellung ausgelegt und enthalten oft Bleichmittel, die für den europäischen Markt unüblich sind – gute Sonnenschutzprodukte westlicher Marken sind vor Ort entweder schwer zu finden oder deutlich teurer als zu Hause. Wer dennoch nachkaufen muss, findet in größeren Supermärkten wie Tesco Lotus oder Apotheken in Touristengebieten importierte Markenware, allerdings zu einem Aufpreis. Am praktischsten: ausreichend wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor im Koffer mitbringen, gerade für Kinder und empfindliche Haut.
8. Straßenessen genießen, aber mit Bedacht
Thailändisches Street Food gehört zu den kulinarischen Highlights der Reise. Wähle Stände, an denen viele Einheimische essen – das ist meist ein gutes Zeichen für Frische und Qualität. Zu Beginn der Reise lieber milder anfangen und den Magen langsam an die neue Küche gewöhnen.
9. Verkehrsmittel clever nutzen
In Bangkok sind BTS Skytrain und MRT U-Bahn oft die schnellste und günstigste Art, sich fortzubewegen und Staus zu umgehen. Für kürzere Strecken oder abgelegenere Ziele eignen sich Grab (die asiatische Alternative zu Uber) oder Tuk-Tuks, wobei bei Tuk-Tuks der Preis vorher unbedingt verhandelt werden sollte.
10. Handynummer und mobiles Internet organisieren
Eine lokale SIM-Karte ist in Thailand günstig und schnell am Flughafen erhältlich. Anbieter wie AIS, TrueMove oder DTAC bieten Touristenpakete mit großzügigem Datenvolumen an – praktisch für Google Maps, Übersetzungs-Apps und Grab unterwegs.
Mit diesen zehn Tipps im Gepäck steht einem entspannten und respektvollen Thailand-Urlaub nichts mehr im Wege. Wer sich an die kulturellen Gepflogenheiten hält, beim Geldwechsel auf die richtigen Adressen setzt und die Sonnencreme rechtzeitig einpackt, kann sich voll und ganz auf das konzentrieren, was Thailand so besonders macht: seine Menschen, sein Essen und seine Landschaften.
Symbolbild: cc0 pixabay

