Der Betreiber des Crashs in Freiburg muss sich aktuell mit einem Insolvenzverfahren auseinandersetzen (Az 8 IN 56/26 AG Freiburg), was den Weiterbetrieb des Crashs schwierig machte. Doch nun hat der Insolvenzverwalter dem Schuldner eine kleine Brücke gebaut:
Der Insolvenzverwalter hat mit Schreiben vom 24.06.2026 dem Schuldner gegenüber erklärt, dass Vermögen aus der selbständigen Tätigkeit des Schuldners als Betreiber des Clubs „Crash“ in Freiburg nicht zur Insolvenzmasse gehört und Ansprüche aus dieser Tätigkeit im Insolvenzverfahren nicht geltend gemacht werden können, § 35 Abs. 2 Insolvenzordnung.
Amtsgericht Freiburg im Breisgau – Insolvenzgericht – 25.06.2026
Was bedeutet diese Erklärung für das Crash und Mario Held, den bisherigen Betreiber?
Das ist eine Freigabeerklärung nach § 35 Abs. 2 InsO. Hier die Bedeutung im Klartext:
Was ist passiert?
Mario Stefan Held ist privatinsolvent (Aktenzeichen 8 IN 56/26 beim Amtsgericht Freiburg). Gleichzeitig betreibt er den Club „Crash“ in Freiburg als Selbständiger.
Was bedeutet die Erklärung konkret?
Der Insolvenzverwalter hat die selbständige Tätigkeit (den Club „Crash“) aus der Insolvenzmasse freigegeben. Das bedeutet:
- Der Club gehört nicht zur Insolvenzmasse – die Gläubiger können also nicht auf das Club-Vermögen oder die Club-Einnahmen zugreifen.
- Mario Held darf den Club weiter betreiben, ohne dass der Insolvenzverwalter darüber verfügt
- Gewinne aus dem Club fließen nicht automatisch in die Insolvenzmasse
- Schulden, die durch den Club entstehen, sind ebenfalls keine Masseverbindlichkeiten – das Insolvenzverfahren haftet also nicht dafür
Warum macht der Insolvenzverwalter das?
Meist weil die selbständige Tätigkeit mehr Risiken als Chancen für die Gläubiger birgt – z. B. wenn der Club Verluste macht oder die Verwaltung zu aufwendig wäre.
Praktische Folge für Gläubiger des Clubs:
Wer Forderungen gegen den Club „Crash“ hat, kann diese nicht im Insolvenzverfahren anmelden – er muss Mario Held direkt in Anspruch nehmen.
Konkrete Konsequenzen für das Crash
Mario Held hat sich bislang noch nicht öffentlich positioniert, von einer Aussage abgesehen, dass er sich alles einfacher vorgestellt hat. Vor 2 Tagen hat er überdies informiert, dass die nächsten 2 Konzerte nicht im Crash stattfinden, sondern im Kulturraum Freiburg e.V.
Zum weiteren Vorgehen bezüglich des Crashs will er informieren, sobald es belastbare Neuigkeiten gibt. Ein für den 15.6.2026 vorgesehenes Konzert (Evergrey) wurde bereits ins Cafe Atlantik (statt Crash) verlegt.
Was ist mit den gesammelten Spenden?
Über eine Spendenaktion bei gofundme kamen über 20.000 Euro zusammen. Diese Gelder wurden angabegemäß an den Insolvenzverwalter ausgekehrt.

