Für die Uniklinik Freiburg hat Verdi genau wie für die Unikliniken in Heidelberg, Ulm und Tübingen für die nächste Woche Warnstreiks angekündigt. Verdi will mehr Geld für die Beschäftigten.
Wann soll in Freiburg gestreikt werden?
Patienten müssen sich wohl am kommenden Montag (15.6.2026) und Dienstag (16.6.2026) auf Warnstreiks einstellen. Es soll zu Einschränkungen kommen und mit längeren Wartezeiten ist zu rechnen. Verdi ruft die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung auf.
Notfallversorgung soll gewährleistet bleiben
Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiter gewährleistet bleiben, es könne aber zu Einschränkungen und/oder Verzögerungen bei nicht lebenswichtigen Operationen kommen.
Kein Angebot vom Arbeitgeberverband
Der Arbeitgeberverband der vier Unikliniken (AGU) habe bislang kein Angebot vorgelegt und den Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag sogar gekündigt, hieß es aus Verdi-Kreisen.
Was fordert Verdi für die Beschäftigten der Uniklinik?
Verdi möchte, dass die Beschäftigten sich von dem Gehalt auch eine Wohnung im Einzugsgebiet der Uniklinik leisten können und fordert daher 7,5% mehr Geld, mindestens aber 320 Euro pro Monat für Vollzeitbeschäftigte. Azubis und Praktikanten sollen mindestens 250 Euro monatlich mehr bekommen. Überdies fordert man einen Mobilitätszuschuss in Höhe der Kosten eines Deutschlandtickets.
Wann wird wieder verhandelt?
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 17.Juni 2026 angesetzt. Die Unikliniken hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass die wirtschaftliche Lage der Kliniken schwierig sei. Verdi hatte darauf hingewiesen, dass die wirtschaftliche Lage der Beschäftigten schwierig sei.
Man darf gespannt sein, wie schnell sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf was einigen. Der Abschluss der Unikliniken gilt häufig auch als Orientierung für Verhandlungen im öffentlichen Dienst und im Bereich der Caritas (AVR).
Foto: BSF

