Statement für das Fahrrad
Drei Wochen nach seiner Wahl als Ministerpräsident von Baden-Württemberg hat Cem Özdemir am 3. Juni 2026 – dem Welttag des Fahrrads – das Freiburger Unternehmen JobRad besucht. Der Besuch war kein Zufall: Er war ein klares politisches Signal.
Fahrrad trifft Politik – und das am richtigen Tag
Den Welttag des Fahrrads für einen Unternehmensbesuch bei Deutschlands führender Dienstradleasing-Plattform zu nutzen – das ist kein spontaner Einfall, das ist geplante Symbolik. Cem Özdemir, der neue Ministerpräsident Baden-Württembergs und bekennender Fahrradfan, wählte JobRad in Freiburg als eine seiner ersten öffentlichen Stationen nach seiner Wahl. Die Botschaft dahinter: Grünes Wachstum, Innovationsgeist und nachhaltige Mobilität sollen unter seiner Regierung keine Nischenthemen bleiben – sondern Wirtschaftsprogramm sein.
Wer steckt hinter JobRad?
JobRad ist kein kleines Start-up mehr. Das Freiburger Unternehmen hat mittlerweile mehr als zwei Millionen Fahrräder verleast – und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass E-Bikes in Deutschland den Durchbruch geschafft haben. Das Geschäftsmodell ist simpel und clever: Arbeitnehmer leasen ein Fahrrad über ihren Arbeitgeber, steuerlich begünstigt, oft deutlich günstiger als beim direkten Kauf. Selbst das Land Baden-Württemberg zählt zu den Kunden von JobRad.
Heute ist JobRad eine Unternehmensgruppe mit eigenem Technologie-Hub, einem Venture Studio namens „Startrampe“ und sogar einer eigenen Ausgründung: Wunderfix – das erste Unternehmen in Deutschland, das Fahrradreparaturen vollständig als Remote-Service anbietet.
Was Özdemir bei seinem Besuch sah
Geschäftsführerin Christina Kiehl (CFO) und Marketingchefin Nadja Parpart (CMO) führten den Ministerpräsidenten über den JobRad-Campus in Freiburg. Was er dort zu sehen bekam, war mehr als Unternehmensrundgang – es war ein Blick auf das, was moderne Fahrradmobilität bedeuten kann:
- Sichere Fahrradabstellplätze, Duschen und E-Bike-Ladestationen für die eigenen Mitarbeitenden – JobRad lebt, was es verkauft
- Digitale Produktwelten: Schnittstellen zum Fachhandel, vernetzte Warenwirtschaftssysteme, vollständig digitale Leasingprozesse
- JobRad Loop: gebrauchte Leasingräder, die nach Vertragsende professionell aufbereitet und wieder in den Kreislauf gebracht werden
- Gespräche mit Mitarbeitenden aus Entwicklung, Produktmanagement und Analyse
Was Özdemir sagte – und was er meinte
„Fahrradmobilität ist Klimaschutz und Wirtschaftsprogramm zugleich.“
Das klingt nach Politikersprech, ist aber inhaltlich präzise. JobRad zeigt, wie ein Unternehmen mit einem einfachen Hebel – steuerlich gefördertes Dienstradleasing – Millionen Menschen dazu bringt, im Alltag öfter aufs Fahrrad zu steigen. Gleichzeitig schafft es Arbeitsplätze, investiert in Digitalisierung und trägt zur Verkehrswende bei.
Özdemir kündigte außerdem an, dass die neue Landesregierung den Ausbau der Radinfrastruktur vorantreiben werde. Denn eins ist klar: Ohne sichere und durchgängige Radnetze bleibt selbst das beste Leasingmodell Stückwerk.
Warum Freiburg der richtige Ort für diesen Besuch war
Freiburg ist nicht zufällig die Heimat von JobRad. Die Stadt gilt seit Jahrzehnten als eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands – mit hohem Radverkehrsanteil, guter Infrastruktur und einer Stadtgesellschaft, die das Fahrrad als selbstverständliches Verkehrsmittel begreift. Dass ausgerechnet hier Deutschlands größter Dienstradleasinganbieter entstanden ist, passt ins Bild.
Für Özdemir war der Besuch also auch ein Bekenntnis zur Region und zu einer Wirtschaftsform, die er politisch unterstützen will: innovativ, nachhaltig, digital – und made in Baden-Württemberg.
Fazit: Mehr als ein Fototermin
Natürlich ist ein solcher Besuch auch PR – für den Ministerpräsidenten ebenso wie für JobRad. Aber dahinter steckt eine echte inhaltliche Überschneidung: Ein Politiker, der Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum nicht als Gegensatz begreift, trifft auf ein Unternehmen, das genau das seit Jahren lebt.
Ob aus dem Besuch konkrete politische Maßnahmen folgen – mehr Förderung für Radinfrastruktur, bessere steuerliche Rahmenbedingungen fürs Dienstradleasing, Unterstützung für Ausgründungen wie Wunderfix – wird sich zeigen. Der Auftakt jedenfalls war gelungen.
Foto: (c) JobRad
