Nachdem in der Universität Freiburg ein Spanner aufgefallen war, der als Angestellter der Universität versteckte Kameras in den Damen-Sanitärbereichen der Uni angebracht hatte (und im Sanitärbereich einer vermieteten Wohnung), ist nun auch in Hamburg eine versteckte Kamera in der Uniklinik Hamburg Eppendorf (UKE) entdeckt worden und zwar in einer Damen-Umkleide.
Der oder die Täter hatten die Kamera in einem Schuh versteckt und vorne ein kleines Loch in den Schuh geschnitten, in welchem die Linse befestigt war. Die Kamera wurde zufällig von einer Angestellten entdeckt. Noch ist nicht ermittelt, wer die Kamera dort angebracht hat und ob und was sie aufgenommen hat.
Im Freiburger Fall konnten über 800 Sequenzen auf Speichermedien sichergestellt werden, die Aufnahmen von Frauen in der Dusche oder auf dem WC zeigen.
In Hamburg hatten rund 60 weibliche Angestellte Zutritt zu der Umkleide, die mit einem Zahlencode gesichert war. Entdeckt wurde die Kamera im Dezember 2025, – der Fall wurde aber erst jetzt im Mai 2026 öffentlich. Der Staatsanwalt ermittelt.
Uniklinikum hat bereits eine Person freigestellt
Das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hat in dem Zusammenhang bereits eine Person freigestellt, die bei einer Tochterfirma beschäftigt ist und beruflich in dem Gebäude zu tun hatte.
Im Freiburger Fall hatte man den Uni-Angestellten erst relativ spät freigestellt, der dann auch noch arbeitsrechtlich dagegen vorgegangen ist. Aktuell streiten sich die Personalchefin der Uni Freiburg und die Uni über den Zeitpunkt, wann wer Bescheid wusste. Die Uni-Leitung hatte bislang immer geäußert, dass man erst relativ spät vom Fall Kenntnis hatte. Die Personalchefin hat dazu eine andere Auffassung.
Symbolbild: KI
