In Waldkirch wurde ein Familienvater erneut vor Gericht verurteilt, nachdem er rektale Untersuchungen 4- bis 5-jähriger Kinder und Babysitting angeboten hatte. Und das in der Bewährungszeit, die von mehreren Vorstrafen geprägt war (u.a. schwerer sexueller Missbrauch, Urkundenfälschung und andere Straftaten). Als er nun einen Flyer kreierte, mit dem er (als Nicht-Arzt) „kostenfreie Vorsorgeuntersuchungen“ bei 4- bis 5-jährigen Kindern anbot und dies als erfundene Vorsorgeuntersuchung „U8a“ betitelte, fiel er einer Familie auf, als er dabei ankündigte, dass eine rektale Untersuchung des Kindes erforderlich sei.
Vor Gericht kam dabei auch heraus, dass er über Online-Kleinanzeigenportale auch Babysitting angeboten hatte.
6 Monate Haft ohne Bewährung
Die Richterin verurteilte ihn nach einem Geständnis zu 6 Monaten Haft – ohne Bewährung. Nicht wegen sexuellen Missbrauchs, der in diesem Fall noch nicht stattgefunden hat, sondern wegen „Fälschung beweiserheblicher Daten“ in Zusammenhang mit der Kreation seines Flyers, mit dem er suggerieren wollte, es gebe eine neue, für Kinder empfohlene Untersuchung. Eine solche gibt es nicht. Auch nicht von einem von ihm vorgegaukelten „Vorsorge-Team Breisgau“. Es war schlichtweg ein weiterer Versuch des aus dem Elztal kommenden Mannes, sich sexuell daran zu erregen, kleine Kinder nackt zu begrapschen. Deswegen war er schon früher in mehr als 10 Fällen verurteilt worden. Im Gefängnis wird er jetzt eine Zeit ohne Kinder auskommen müssen. Man darf gespannt sein, wie ihn seine Mitgefangenen im Gefängnis begrüßen. Kinderschänder sind dort regelmäßig unter den Insassen nicht sehr beliebt.
