Deutlich mehr E-Autos in Deutschland verkauft
Der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland gewinnt weiter an Fahrt. Im März 2026 wurden hierzulande insgesamt 70.663 rein elektrische Pkw neu zugelassen – das ist laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) der drittstärkste Monat für E-Autos in der deutschen Automobilgeschichte. Fast jeder vierte Neuwagen, der im vergangenen Monat vom Band rollte und auf deutschen Straßen zugelassen wurde, hatte einen rein elektrischen Antrieb. Der BEV-Anteil am Gesamtmarkt stieg damit auf beachtliche 24 Prozent.
Deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr
Besonders beeindruckend ist der Vergleich mit dem März 2025: Damals wurden lediglich 42.521 Elektroautos neu zugelassen. Das entspricht einem Wachstum von rund 66 Prozent binnen eines Jahres – ein Tempo, das den Gesamtmarkt weit hinter sich lässt. Über alle Antriebsarten hinweg legte der Neuwagenmarkt im März zwar ebenfalls zu, allerdings nur um 16 Prozent auf insgesamt 294.161 Neuzulassungen. Elektroautos waren damit der klare Motor des Wachstums.
Kaufprämie als wichtiger Treiber
Als wesentlicher Grund für den Schub gilt die neu eingeführte staatliche Kaufprämie, die viele Hersteller mit eigenen Rabattaktionen flankiert haben. Bemerkenswert dabei: Das Antragsportal für die Förderung war im März noch gar nicht online, und einige Details der Prämienregelung sind bis heute nicht abschließend geklärt. Dennoch hat allein die Ankündigung der Förderung ausgereicht, um den Absatz kräftig zu befeuern. Für die kommenden Monate dürften sich die Auswirkungen der Prämie daher noch deutlicher bemerkbar machen.
Verbrenner weiter unter Druck
Während Elektroautos zulegen, setzt sich der Rückgang bei klassischen Verbrennern fort. Benziner kamen im März auf knapp 67.000 Neuzulassungen – ein Minus von fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Diesel-Pkw verloren leicht und kamen auf einen Marktanteil von knapp 13 Prozent. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der früheren Verbrenner-Käufer inzwischen zu Hybrid-Fahrzeugen wechselt, die im März mit rund 87.850 Einheiten das nominell größte Einzelsegment bildeten. Darunter fallen allerdings auch Mildhybride, die in der Praxis kaum elektrisch fahren können.
Tesla mit spektakulärem Comeback
Auf Markenebene sticht vor allem Tesla heraus: Der US-Hersteller verzeichnete mit 9.252 Neuzulassungen ein Plus von über 315 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und erklomm damit wieder einen Marktanteil von gut drei Prozent. Als Hauptursache gilt der sogenannte „Tesla Bonus“ von 3.000 Euro auf Einstiegsvarianten des Model Y, der seit Mitte Februar gilt und ursprünglich zum Monatsende auslief – was klassische Vorziehkäufe ausgelöst haben dürfte. Die Aktion wurde inzwischen bis Ende April verlängert. Starkes Wachstum verzeichneten zudem die chinesischen Marken Smart und Xpeng sowie Polestar aus Schweden.
Ausblick: Kurs auf weitere Rekorde
Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß neu zugelassener Pkw sank im März 2026 auf 100,1 Gramm pro Kilometer – ein Rückgang von fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf 100 km stoßen Pkws damit aber immer noch im Schnitt ca. 10 Kilogramm Co2 aus. Das zeigt: Der Wandel im deutschen Neuwagenmarkt ist keine vorübergehende Erscheinung mehr, sondern hat strukturellen Charakter. Wenn das Antragsportal für die Kaufprämie erst einmal richtig läuft, könnte der Anteil der E-Autos noch weiter steigen. Der Weg zu einem Marktanteil von einem Drittel und mehr scheint erstmals realistisch.
Wie ist die Lage in Freiburg?
In Freiburg ist der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen schon seit 2025 über 25%:

Quellen: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), März 2026 – Symbolbild: KI
