Genau 24.931 Menschen traten im Bereich der Erzdiözese Freiburg im letzten Jahr (2025) aus der Kirche aus. Dem standen 450 Wiederaufnahmen und 139 Eintritte gegenüber.
Da kann es die Kirche nur mäßig freuen, dass es im Jahr zuvor (2024) mit 25.813 noch etwas mehr Kirchenaustritte waren. Erzbischof Stephan Burger nimmt dies schmerzlich zur Kenntnis, denn hinter diesen Austritten stehe oft auch Enttäuschung und Distanzierung. Er sieht dies als Auftrag, die Strukturen und Haltung weiterzuentwickeln und eine Kultur weiterzuentwickeln, die auf Christus und die Sorgen und Nöte der Menschen ausgerichtet ist. Die Zahl der Katholiken im Bereich der Erzdiözese Freiburg sinkt damit auf 1,51 Millionen.
Kirchliche Taufen, Trauungen und Beerdigungen rückläufig
Den Rückgang der Bedeutung der Kirche kann man auch bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen nachvollziehen. Auch deren Anzahl ging bei den Katholiken im Bereich der Erzdiözese Freiburg deutlich zurück:
- Katholische kirchliche Trauungen 2025: 1.718 Paare (Vorjahr noch 1944 Paare)
- Katholische Taufen 2025: 8.098 (Vorjahr noch 8.736 Taufen)
- Katholische Beerdigungen 2025: 16.749 (Vorjahr noch 17.756)
Freiburg bei den Kirchenaustritten bundesweit auf Platz 3
Vergleicht man die Bistümer, so liegt Freiburg bei den Kirchenaustritten mengenmäßig auf Platz 3, gehört aber auch nach der Mitgliederanzahl zu größten Bistümern.
Kirchenaustritte in Deutschland 2025
| Bistum / Erzbistum | Kirchenaustritte |
| Köln | 27.595 |
| München/Freising | 25.149 |
| Freiburg | 24.931 |
| Rottenburg-Stuttgart | 24.097 |
| Münster | 22.068 |
Bemerkenswert ist, dass es in Münster mehr Katholiken gibt als in Freiburg, aber Freiburg mehr Austritte zu verzeichnen hat.
Der katholischen Kirche gehen die Priester aus
In ganz Deutschland wurden im Jahr 2025 nur 25 Priester römisch-katholisch neu geweiht. Während es Mitte der 60er noch über 500 neu geweihte Priester pro Jahr gab und Anfang der 90er noch deutlich über 200, ist die Zahl in 2025 auf ein Allzeittief von 25 gefallen. Die katholische Kirche im Erzbistum Freiburg hat ihr Angebot daher deutlich ausgedünnt, Gläubige müssen weitere Wege zu einem Gottesdienst in Kauf nehmen. Beantwortet wird dies von den Gläubigen mit Austritten und weniger Teilnahme an Gottesdiensten. Nur 5,6% der Katholiken in der Erzdiözese Freiburg nehmen überhaupt regelmäßig an Gottesdiensten teil.
Dennoch will man weder das Zölibat lockern, noch Frauen zum Priesteramt zulassen. Die katholische Kirche droht damit zum Auslaufmodell zu werden. Noch gibt es in Deutschland jedoch 19,2 Millionen Katholiken. Tendenz rückläufig.
Quelle: Deutsche Bischofskonferenz
