Angeberwissen für das Weihnachtsfest
Die Geschichte des rot-weiß gekleideten, dickbäuchigen Weihnachtsmanns mit dem langen weißen Bart ist eng mit einer der erfolgreichsten Werbekampagnen der Welt verbunden. Seit Jahrzehnten hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der Getränkehersteller Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden habe. Doch was ist dran an dieser Behauptung? Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Wahrheit ist weitaus komplexer und faszinierender als dieser moderne Mythos vermuten lässt.
Die kurze Antwort: Nein, Coca-Cola hat den Weihnachtsmann nicht erfunden
Coca-Cola selbst räumt ein: Das Unternehmen hat den Weihnachtsmann nicht erfunden. 1931 beauftragte der Konzern den schwedisch-amerikanischen Illustrator Haddon Sundblom, den Weihnachtsmann für eine Weihnachtswerbung zu malen. Diese Kampagne sollte das Bild des fröhlichen Geschenkebringers weltweit prägen und popularisieren – doch erfunden wurde die Figur definitiv nicht von Coca-Cola. Die Wurzeln des Weihnachtsmanns reichen viel weiter zurück, bis ins 4. Jahrhundert nach Christus, und seine moderne Erscheinungsform entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg durch verschiedene kulturelle Einflüsse.

Die historischen Wurzeln: Nikolaus von Myra
Die Geschichte des Weihnachtsmanns beginnt mit einer realen historischen Persönlichkeit: Nikolaus von Myra. Dieser christliche Bischof lebte zwischen 270 und 286 nach Christus in Patara, einer Stadt in der kleinasiatischen Region Lykien, die damals Teil des Römischen Reiches war und heute zur Türkei gehört. Nikolaus wirkte später als Bischof in der Stadt Myra, dem heutigen Demre.
Über das tatsächliche Leben des Nikolaus von Myra gibt es nur wenige belegte historische Fakten. Was wir wissen, stammt größtenteils aus späteren Überlieferungen, etwa von Andreas von Kreta um 700 oder von einem Mönch namens Johannes aus dem Studitenkloster in Konstantinopel. Der Überlieferung nach wurde Nikolaus mit 19 Jahren zum Priester geweiht und während der Christenverfolgung um 310 gefangen genommen und gefoltert. Er soll am ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 teilgenommen haben, wo er sich kämpferisch gegen die Lehre des Arianismus einsetzte.
Die Legenden um Nikolaus
Besonders bekannt wurde Nikolaus durch seine außergewöhnliche Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Notleidenden. Die bekannteste Legende erzählt von einem verarmten Vater mit drei Töchtern, der seinen Töchtern keine Mitgift finanzieren konnte. Ohne Mitgift hätte keine von ihnen heiraten können, was sie möglicherweise in die Prostitution getrieben hätte.
Nikolaus erfuhr von der verzweifelten Lage der Familie und warf der Überlieferung nach heimlich drei Goldklumpen oder Goldsäcke durch das Fenster des Hauses. Einer dieser Goldklumpen soll sogar in einem Schuh oder in einem Strumpf gelandet sein, der zum Trocknen am Kamin hing. Diese Geschichte ist vermutlich der älteste Hinweis auf den Brauch der „Geschenke im Schuh“, der bis heute am Nikolaustag praktiziert wird.
Nikolaus starb an einem 6. Dezember zwischen 345 und 365 nach Christus. Sein Todestag wurde zu seinem Gedenktag, dem Nikolaustag, der heute noch im gesamten Christentum begangen wird. Bereits im Mittelalter wurden Kinder am Gedenktag des heiligen Nikolaus, dem 6. Dezember, beschenkt. Dieser Tag war lange Zeit der wichtigste Bescherungstag – nicht Weihnachten. Erst im Laufe der Reformation wurde die Bescherung in vielen Ländern auf das Weihnachtsfest verlegt.
Die Reise nach Amerika: Von Sinterklaas zu Santa Claus
Die Figur des Nikolaus entwickelte sich in Europa über Jahrhunderte weiter und nahm in verschiedenen Regionen unterschiedliche Formen an. Eine besonders wichtige Entwicklung fand in den Niederlanden statt, wo aus dem heiligen Nikolaus der „Sinterklaas“ wurde – eine Figur, die Kinder am Nikolaustag besuchte und beschenkte.
Niederländische Auswanderer brachten im 17. Jahrhundert ihren Sinterklaas-Brauch mit nach New York, das damals noch Neu Amsterdam hieß. Der Name „Santa Claus“ ist eine amerikanisierte Form von „Sinterklaas“. Bereits 1773 tauchte der Name in der amerikanischen Presse auf, und später erschien er in Kinderbüchern. Der amerikanische Schriftsteller L. Frank Braun veröffentlichte 1902 beispielsweise das Kinderbuch „The Life and Adventures of Santa Claus“.
Die literarische Entwicklung
Die literarische Entwicklung des amerikanischen Santa Claus begann im frühen 19. Jahrhundert. Im Jahr 1809 verwendete Washington Irving in seinem Werk „A History of New York“ (unter dem Pseudonym Diedrich Knickerbocker) die Bezeichnung Santa Claus. Er beschrieb eine Figur mit einem tiefen Hut mit breiter Krempe, einer viel zu großen Kniebundhose und einer langen Pfeife.
Ein Meilenstein war das 1821 veröffentlichte Gedicht von William Gilley, der „Santeclaus“ als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend beschrieb. Noch einflussreicher wurde das 1822 erschienene Gedicht „A Visit from St. Nicholas“ (auch bekannt als „‚Twas the Night Before Christmas“) von Clement Clarke Moore.
Moore beschrieb in seinem Gedicht einen Nikolaus als „rundlichen, lustigen Elf“ mit einem „runden kleinen Bauch“, der ganz in Fell gekleidet war, mit „glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer kirschförmigen Nase, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife“. Er sprach bereits von einem roten Mantel und legte damit wichtige Grundlagen für das spätere Erscheinungsbild. Dieses Gedicht wurde zu einem der populärsten Weihnachtsgedichte der amerikanischen Literatur und prägte die Vorstellung von Santa Claus nachhaltig.
Thomas Nast: Der eigentliche Schöpfer des modernen Weihnachtsmanns
Wenn es eine Person gibt, die das moderne Bild des Weihnachtsmanns entscheidend prägte, dann war es der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast – und nicht Coca-Cola. Nast wurde 1840 in Landau in der Pfalz geboren und wanderte 1846 im Alter von etwa sechs Jahren mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten aus, wo er sich in New York niederließ.
Die ersten Weihnachtsmann-Zeichnungen
Thomas Nast wurde als politischer Karikaturist bekannt und arbeitete ab 1862 als Illustrator für „Harper’s Weekly“, eines der populärsten Magazine seiner Zeit. Am 3. Januar 1863 erschien in der Weihnachtsausgabe von Harper’s Weekly seine erste bedeutende Weihnachtsmann-Darstellung.
Das Titelbild zeigte Santa Claus in einem Unionslager während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Der Weihnachtsmann trug patriotische Kleidung – eine Jacke mit Sternen und Hosen mit Streifen (Stars and Stripes) – und verteilte Geschenke an die Soldaten von seinem Schlitten aus. Diese Darstellung war eindeutig als Propaganda für die Union gedacht, diente aber auch dazu, den kämpfenden Soldaten Hoffnung und Trost zu spenden.
In derselben Ausgabe erschien eine zweite, sentimentalere Zeichnung unter dem Titel „Christmas Eve“ (Weihnachtsabend). Sie zeigte in zwei getrennten Kreisen eine Frau, die am Fuße eines Kinderbetts kniet und für die Sicherheit ihres Mannes betet, und den Mann selbst, der einsam vor einem Feuer sitzt und wehmütig auf Fotos seiner Familie blickt. In der oberen linken Ecke des Bildes war der Weihnachtsmann zu sehen, wie er einen Kamin hinabsteigt; in der oberen rechten Ecke, wie er in einem von Rentieren gezogenen Schlitten fährt.
Nasts prägender Einfluss
Von 1863 bis 1886 schuf Thomas Nast insgesamt 33 Weihnachtsmann-Illustrationen für Harper’s Weekly. In diesen Zeichnungen entwickelte er systematisch das Bild des modernen Santa Claus. Er kombinierte europäische Traditionen des heiligen Nikolaus mit Bildern von Elfen aus seiner deutschen Heimat und schuf so den fröhlichen Geschenkebringer, der heute mit Weihnachten assoziiert wird.
Nasts Vorstellung vom Weihnachtsmann ging unter anderem auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, eine regionale, Pelz tragende Weihnachtsmannfigur aus dem 19. Jahrhundert, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als skandinavisches Kind hatte er möglicherweise auch Geschichten von einem alten, sympathischen Mann mit weißem Bart gehört, der mit einem Rentierschlitten und dickem Fellmantel Nüsse schenkte.
Die Farben Rot und Weiß
Entscheidend ist: Thomas Nast gab dem Weihnachtsmann bereits im 19. Jahrhundert die heute üblichen Farben Rot und Weiß – Jahrzehnte vor der ersten Coca-Cola-Kampagne. Als Nast dazu aufgefordert wurde, seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen zu kolorieren, wählte er bewusst diese Farbkombination. Die Behauptung, Coca-Cola habe dem Weihnachtsmann seine Farben verpasst, um sie an die Unternehmensfarben anzupassen, ist also falsch.
Nast fügte dem Weihnachtsmythos auch weitere wichtige Elemente hinzu: Er siedelte Santa Claus am Nordpol an, wo er in einer Werkstatt mit Elfen Spielzeug für Kinder herstellt. Er führte die Idee ein, dass der Weihnachtsmann eine Liste braver und böser Kinder führt. Damit machte er auch den europäischen Begleiter des Nikolaus, Knecht Ruprecht, überflüssig.
Die Standardisierung vor Coca-Cola
Bereits in den 1920er Jahren hatte sich das Bild des Weihnachtsmanns weitgehend standardisiert. Die New York Times schrieb 1927, also vier Jahre vor der ersten Coca-Cola-Kampagne: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart.“
1923 wurde auf Grundlage von Nasts Vorlagen im Zuge einer Werbekampagne des New Yorker Getränkeherstellers White Rock Beverages für sein beliebtes Dry Ginger Ale der heute bekannte Weihnachtsmann gezeichnet – acht Jahre vor Coca-Cola. Das zeigt deutlich, dass das moderne Bild des Weihnachtsmanns bereits vor Coca-Colas Engagement fest etabliert war.
Haddon Sundblom und Coca-Cola: Die weltweite Verbreitung
Obwohl Coca-Cola den Weihnachtsmann nicht erfand, spielte das Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der weltweiten Popularisierung und Verbreitung dieses Bildes. 1931 beauftragte Coca-Cola den schwedisch-amerikanischen Illustrator Haddon Sundblom, eine Reihe von Werbeillustrationen zu erstellen, die den Weihnachtsmann mit einer Flasche Coca-Cola zeigen.
Haddon Sundbloms Arbeit
Haddon Sundblom war der Sohn skandinavischer Einwanderer. Als er das Gesicht des Weihnachtsmanns gestaltete, hatte er ein reales Modell vor Augen: Lou Prentiss, einen pensionierten Verkäufer von Coca-Cola und langjährigen Freund des Künstlers. Als Prentiss verstarb, nutzte Sundblom hilfsweise sein eigenes Spiegelbild als Vorlage. So entstand vermutlich in einem Motiv ein kleiner Fehler, der den damaligen Santa-Fans sofort auffiel: Santa trug seinen Gürtel verkehrt herum – spiegelverkehrt.
Sundblom griff für seine Darstellung auf das bereits erwähnte Gedicht „A Visit From St. Nicholas“ von Clement Clarke Moore zurück, das einen fröhlichen, gutmütigen Mann in einem roten Mantel beschrieb. Seine Illustrationen zeigten einen warmherzigen, menschlichen, freundlichen und zugewandten Weihnachtsmann – eine Figur, die sofort die Herzen der Menschen eroberte.
Der Erfolg der Kampagne
Die Coca-Cola-Weihnachtsmann-Kampagne wurde zu einer der erfolgreichsten Werbekampagnen der Geschichte. Von 1931 bis 1964 zeichnete Sundblom jedes Jahr mindestens einen neuen Weihnachtsmann für die Coca-Cola-Werbung. Die fröhlichen und farbenfrohen Abbildungen prägten das Bild des Weihnachtsmanns als freundlicher, rot gekleideter Mann mit einem weißen Bart, der in einem winterlichen Umfeld Weihnachtsfreude verbreitet.
Die immensen globalen Marketingkampagnen der Coca-Cola Company trugen dazu bei, dieses Erscheinungsbild weltweit zu verbreiten und zu festigen. Mit der Verbreitung amerikanischer Popkultur nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Sundbloms warm gezeichneter Santa – menschlich, freundlich, zugewandt – weltweit als das einheitliche Erscheinungsbild des Weihnachtsmanns.
Warum hält sich der Mythos so hartnäckig?
Die Vorstellung, Coca-Cola habe den Weihnachtsmann erfunden, ist so weit verbreitet, dass sie selbst zu einer Art modernen Mythos geworden ist. Dafür gibt es mehrere Gründe:
Die Macht der Werbung
Coca-Colas Weihnachtsmann-Kampagne war außerordentlich erfolgreich und erreichte durch massive globale Verbreitung Millionen von Menschen. Viele Menschen kannten den Weihnachtsmann hauptsächlich aus der Coca-Cola-Werbung, besonders in Ländern außerhalb des angelsächsischen Kulturraums. Die starke Assoziation zwischen dem rot-weißen Outfit des Weihnachtsmanns und den Markenfarben von Coca-Cola führte zu der Annahme, dass das Unternehmen die Figur geschaffen haben müsse.
Die Kommerzialisierungskritik
Der Mythos wird oft im Kontext der Kritik an der Kommerzialisierung des Weihnachtsfests verwendet. Kritiker des modernen Weihnachtsmanns argumentieren, er sei eine kommerzielle Erfindung und verweisen auf Coca-Cola als vermeintlichen Ursprung. Diese Argumentation ist besonders in Deutschland verbreitet, wo der Weihnachtsmann in Konkurrenz zum traditionellen Christkind steht.
Die Vereinfachung komplexer Geschichte
Die wahre Geschichte des Weihnachtsmanns ist komplex und erstreckt sich über viele Jahrhunderte und verschiedene Kulturen. Die Vorstellung, dass ein einzelnes Unternehmen die Figur erfunden habe, ist einfacher zu verstehen und zu kommunizieren als die tatsächliche, facettenreiche Entwicklung über fast 2000 Jahre.
Die verschiedenen Weihnachtsfiguren heute
Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich beim Weihnachtsmann und beim Nikolaus um unterschiedliche Figuren mit verschiedenen Traditionen handelt, auch wenn sie denselben historischen Ursprung haben.
Der Nikolaus
Der Nikolaus besucht in vielen europäischen Ländern, besonders im deutschsprachigen Raum, Kinder am 5. oder 6. Dezember. Er trägt traditionell ein Bischofsgewand mit Mitra und Stab und erinnert stärker an die historische Figur des Bischofs von Myra. Der Nikolaus wird oft von einem Begleiter begleitet – in Deutschland Knecht Ruprecht, in Österreich und Bayern der Krampus, in der Schweiz der Schmutzli.
Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann (Santa Claus) kommt am 24. oder 25. Dezember und bringt die Weihnachtsgeschenke. Er trägt einen roten Anzug mit weißem Pelzbesatz, eine rote Mütze und einen breiten schwarzen Gürtel. Er lebt am Nordpol, fährt einen von Rentieren gezogenen Schlitten und kommt durch den Kamin. In Deutschland ist der Weihnachtsmann vor allem im Norden und Osten verbreitet.
Das Christkind
Im Süden Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz ist überwiegend das Christkind für die Bescherung zuständig. Diese Figur wurde im 16. Jahrhundert von Martin Luther als protestantische Alternative zum katholischen Nikolaus eingeführt. Das Christkind wird meist als engelhaftes, geflügeltes Wesen in weißem Gewand dargestellt.
Fazit: Eine jahrhundertealte Tradition
Die Frage „Hat Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden?“ lässt sich eindeutig mit Nein beantworten. Die Wurzeln des Weihnachtsmanns reichen zurück bis zum heiligen Nikolaus von Myra im 4. Jahrhundert. Die Figur entwickelte sich über Jahrhunderte durch verschiedene kulturelle Einflüsse in Europa und Amerika.
Wichtige Meilensteine waren:
- Die Legenden um Nikolaus von Myra (4. Jahrhundert)
- Die Entwicklung des Sinterklaas-Brauchs in den Niederlanden
- Die literarischen Darstellungen von Washington Irving (1809), William Gilley (1821) und vor allem Clement Clarke Moore (1822)
- Die grundlegenden Illustrationen von Thomas Nast (1863-1886), die dem Weihnachtsmann sein modernes Aussehen inklusive der Farben Rot und Weiß verliehen
- Die Standardisierung des Bildes in den 1920er Jahren, dokumentiert durch die New York Times 1927
Coca-Cola hat ab 1931 durch die Illustrationen von Haddon Sundblom ein bereits existierendes, weitgehend standardisiertes Bild aufgegriffen, verfeinert und durch massive Werbekampagnen weltweit verbreitet. Das Unternehmen hat damit einen enormen Anteil an der globalen Popularisierung und Vereinheitlichung des Weihnachtsmann-Bildes, aber nicht an dessen Erschaffung.
Der moderne Weihnachtsmann ist das Ergebnis einer fast 2000-jährigen Entwicklung, an der zahlreiche Kulturen, Dichter, Künstler und ja, auch Werbeagenturen beteiligt waren. Er verbindet die christliche Tradition des heiligen Nikolaus mit nordeuropäischen Winterbräuchen, amerikanischer Literatur und dem kommerziellen Geist des 20. Jahrhunderts. Diese reiche, vielschichtige Geschichte macht die Figur des Weihnachtsmanns zu weit mehr als einer Werbeerfindung – sie zeigt, wie Traditionen sich über Jahrhunderte entwickeln, wandeln und an neue Zeiten anpassen.
Und so bleibt der Weihnachtsmann, ob er nun vom heiligen Nikolaus, von Thomas Nast oder von Haddon Sundblom inspiriert wurde, was er schon immer war: Ein Symbol der Großzügigkeit, der Freude und der Hoffnung in der Weihnachtszeit.
