Wer essen oder einkaufen geht, ob ins vornehm erscheinende Restaurant, den Imbiss oder zum Supermarkt um die Ecke, darf zu Recht erwarten, dass es dort sauber und hygienisch zugeht. Das ist nicht immer der Fall, wie die Lebensmittelkontrollen des Amts für öffentliche Ordnung in Freiburg zeigen. In diesem Jahr fanden bisher 1734 Kontrollen statt. 18 Betriebe musste die Lebensmittelüberwachung vorübergehend schließen.
Im vergangenen Jahr gab es im Gesamtjahr insgesamt 2767 Kontrollen, 19 davon führten zur Schließung des Betriebs. Das Jahr mit den meisten Schließungen war bisher 2023; damals gab es bei 2856 Kontrollen 25 Schließungen.
Im laufenden Jahr hatten die Kontrolleure bei 14 der geschlossenen Betriebe Mäusekot und -urin direkt zwischen Lebensmitteln oder angenagte Lebensmittelverpackungen vorgefunden. Teils waren auch Arbeitsflächen durch Mäusekot verschmutzt. Berichte über Erkrankungen, die sich auf Mäusebefall zurückführen lassen, sind bisher jedoch nicht bekannt. Es gab auch Fälle von im Gebrauch befindlichen veralteten Frittierfett, welches für den menschlichen Genuss nicht mehr geeignet war. Die von den Kontrolleuren geschlossenen Betriebe können in der Regel nach wenigen Tagen, manchmal auch noch am selben Tag wieder öffnen – vorausgesetzt die Hygienemängel wurden behoben. Meist ist dies am nächsten Werktag der Fall.
Hier können alle mithelfen, sagt Breiter: „Entsorgen Sie die Lebensmittelreste in den vorgesehenen Behältnissen. Denken Sie daran, die Zugänge abzusichern, Köderboxen aufzustellen und alle Bereiche nach Schadnagern zu kontrollieren.“
Auch Anwohnende oder Eigentümer können zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Es erhöht die Wirksamkeit, wenn nicht nur in den Lebensmittelbetrieben Schädlinge bekämpft werden, sondern auch in den umliegenden Wohngebäuden. Sonst ziehen sich die Tiere dorthin zurück.
Bürger*innen können sich mit Hinweisen zu Hygienemängeln in Lebensmittelbetrieben im Stadtgebiet an die Lebensmittelüberwachung wenden (veterinaerbehoerde@freiburg.de), möglichst mit einer kurzen Schilderung oder Bildern.
Zum Verbraucherschutz werden gravierende Verstöße im Internet dokumentiert. Jeder Verbraucher kann dort Einsicht nehmen:
https://verbraucherinfo-bw.de/,Lde/Startseite/Lebensmittelkontrolle/Freiburg_+Stadt
Symbolbild: KI generated
