Am gestrigen Dienstagnachmittag spielten sich dramatische Szenen auf der Autobahn A5 zwischen Offenburg und Freiburg ab: Der Polizei fiel gegen 17 Uhr schon auf der Autobahn Höhe Lahr ein schwarzer Kleinwagen durch auffällige Fahrweise auf.
Der Fahrer ignorierte anschließend Versuche, ihn auf dem nächsten Autobahnparkplatz anzuhalten und ihn einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Er setzte seine Fahrt unvermindert schnell fort. Auch ein weiterer Anhalteversuch bei Ettenheim blieb erfolglos: Der Fahrer stoppte zwar das Fahrzeug kurz, fuhr dann aber mit hoher Geschwindigkeit weiter Richtung Freiburg.
Die Polizei setzte mehrere Fahrzeuge ein, um den rückwärtigen Verkehr aufzustauen und dessen Geschwindigkeit zu reduzieren. Zahlreiche Polizeifahrzeuge positionierten sich an den folgenden Autobahnausfahrten, u.a. auch im Bereich Ausfahrt Freiburg-Mitte.
In Höhe der Autobahnausfahrt Teningen gelang es der Polizei, das Fahrzeug anzuhalten und den 33 Jahre alten deutschen Fahrer festzunehmen. Im Rahmen des Einsatzes kam es auch zu Schussabgaben gegen das Fahrzeug. Die festgenommene Person wurde jedoch nicht durch Schüsse verletzt, sondern erlitt lediglich leichte Verletzungen durch das Einschlagen der Fahrerscheibe/Glassplitter.
Nach derzeitigem Stand geht die Polizei davon aus, dass sich die festgenommene Person in einem psychischen Ausnahmezustand befand.
Wegen polizeilicher Maßnahmen im Anschluss war die Autobahn A5 zwischen Riegel und Freiburg-Nord bis gegen 21 Uhr gesperrt.
